Praxis-Blog

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2026-05-18

Fersensporn – Ursachen, Symptome und Behandlung

Schmerzen unter der Ferse beim Auftreten sind weit verbreitet. Besonders morgens nach dem Aufstehen kann jeder Schritt unangenehm sein. Häufig steckt ein sogenannter Fersensporn dahinter.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie ein Fersensporn entsteht, welche Symptome typisch sind und wie Physiotherapie und Podologie helfen können.

Was ist ein Fersensporn?

Ein Fersensporn ist eine kleine knöcherne Ausziehung am Fersenbein. Diese entsteht meist dort, wo Sehnen oder Bänder dauerhaft stark belastet werden und am Knochen ansetzen.
Häufig betroffen ist die Plantarfaszie – ein kräftiges Band an der Fußsohle, das das Fußgewölbe stabilisiert.
Medizinisch wird unterschieden zwischen:

Unterer (plantarer) Fersensporn
Der untere Fersensporn entsteht an der Unterseite der Ferse. Er tritt häufig in Verbindung mit einer Reizung der Plantarfaszie auf.
Typische Beschwerden sind Schmerzen an der Fußsohle oder direkt unter der Ferse.
Oberer Fersensporn
Der obere Fersensporn entsteht am Ansatz der Achillessehne am hinteren Fersenbein. Hier treten die Schmerzen eher im hinteren Fersenbereich auf.
Wichtig: Nicht jeder Fersensporn verursacht Beschwerden. Viele Menschen haben einen Fersensporn, ohne davon etwas zu bemerken.

Typische Symptome eines Fersensporns

Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam.
Typische Symptome sind:

• stechende oder brennende Schmerzen unter der Ferse
• Schmerzen beim ersten Auftreten am Morgen
• Beschwerden nach längerem Sitzen oder Liegen
• Druckschmerz im Bereich der Ferse
• Schmerzen bei längerem Gehen oder Stehen

Oft lassen die Schmerzen nach den ersten Schritten etwas nach, können bei stärkerer Belastung jedoch wieder auftreten.

Häufige Anzeichen auf einen Blick

• Schmerzen unter der Ferse
• Anlaufschmerz am Morgen
• Beschwerden nach Ruhephasen
• Druckschmerz beim Gehen
• Belastungsschmerzen beim längeren Stehen

Ursachen und Risikofaktoren

Die Beschwerden entstehen meist durch eine langfristige Überlastung der Fußstrukturen.
Mögliche Ursachen sind:

• Fehlstellungen wie Senkfuß oder Plattfuß
• Übergewicht
• langes Stehen im Beruf
• ungeeignetes oder stark abgenutztes Schuhwerk
• intensive sportliche Belastung, zum Beispiel Joggen
• verkürzte Wadenmuskulatur
• eingeschränkte Beweglichkeit im Sprunggelenk

Durch dauerhafte Zugbelastung entstehen kleine Reizungen an der Sehne. Der Körper reagiert darauf mit einer knöchernen Umbildung an der Ferse.

Behandlung bei Fersensporn

In den meisten Fällen können Fersenschmerzen konservativ und ohne Operation behandelt werden.
Ziel der Therapie ist es, die Belastung zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und die betroffenen Strukturen zu entlasten.

Physiotherapie bei Fersensporn

Die Physiotherapie spielt eine zentrale Rolle bei der Behandlung von Fersenschmerzen.
Durch gezielte Maßnahmen können:
• die Spannung in der Plantarfaszie reduziert
• verkürzte Muskeln gedehnt
• Fehlbelastungen korrigiert
• die Fußstabilität verbessert werden.

Typische physiotherapeutische Maßnahmen sind:
• Dehnübungen für die Wadenmuskulatur
• Dehnung der Fußsohle (Plantarfaszie)
• Mobilisation der Fuß- und Sprunggelenke
• Kräftigungsübungen für die Fußmuskulatur
• manuelle Therapie
• Anleitung für gezielte Übungen zuhause

Regelmäßige Übungen helfen dabei, die Belastung auf die Ferse dauerhaft zu reduzieren.

Podologische Unterstützung bei Fersenschmerzen

Neben der physiotherapeutischen Behandlung kann auch die Podologie sinnvoll unterstützen – insbesondere bei zusätzlicher Druckbelastung im Bereich der Ferse.
Weichpolsterung zur Druckentlastung
Eine häufig eingesetzte Maßnahme ist die individuelle Weichpolsterung.

Dabei werden gezielte Polstermaterialien im Schuh oder im Bereich der Ferse eingesetzt, um:
• den Druck auf die schmerzhafte Stelle zu reduzieren
• Stoßbelastungen beim Gehen abzufedern
• Reibung und mechanische Reizung zu verringern
• akute Schmerzen zu lindern

Weichpolsterungen können individuell angepasst werden und besonders bei druckempfindlicher Ferse eine deutliche Entlastung bringen.
Gerade die Kombination aus Physiotherapie und Podologie ermöglicht eine ganzheitliche Behandlung bei Beschwerden an der Ferse.

Wann sollte eine Behandlung begonnen werden?

Eine fachliche Abklärung ist sinnvoll, wenn:
• Schmerzen länger als einige Wochen bestehen
• die Beschwerden im Alltag zunehmen
• das Gehen deutlich eingeschränkt ist
• morgendliche Schmerzen stark ausgeprägt sind
Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, eine Chronifizierung der Beschwerden zu vermeiden.

Behandlung in unserer Praxis in Berlin-Spandau

In unserer Praxis für Physiotherapie und Podologie im Hohenzollernring 106 in Berlin-Spandau behandeln wir Patientinnen und Patienten mit Fersenschmerzen individuell und abgestimmt auf die Ursache der Beschwerden. Für eine Behandlung benötigen wir eine ärztliche Heilmittelverordnung. 
Je nach Befund kommen physiotherapeutische Maßnahmen, Übungen sowie podologische Druckentlastungen und Weichpolsterungen zum Einsatz.
Ziel ist es, Beschwerden langfristig zu reduzieren und die Belastbarkeit im Alltag wieder zu verbessern.

Häufige Fragen zum Fersensporn

Kann ein Fersensporn von selbst verschwinden?
Der knöcherne Sporn bleibt häufig bestehen. Beschwerden können jedoch durch geeignete Behandlung deutlich reduziert oder vollständig beschwerdefrei werden.
Welche Schuhe helfen bei Fersenschmerzen?
Wichtig sind gut gedämpfte Schuhe mit ausreichender Unterstützung des Fußgewölbes. Stark abgenutzte oder sehr harte Schuhe können die Beschwerden verstärken.
Hilft Physiotherapie bei Fersensporn?
Ja. Durch gezielte Übungen, Dehnungen und Mobilisation kann die Belastung auf die gereizten Strukturen reduziert werden.
Wann sollte man eine Behandlung beginnen?
Wenn Schmerzen über mehrere Wochen bestehen oder im Alltag zunehmend einschränken, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

Admin - 09:57 @ Allgemein



 
 
 
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